Versicherungsschutz in Fahrgemeinschaften – Alles Wichtige auf einen Blick

Seat Belt

Gute Nachrichten für Mitfahrer: Pendler sind laut einer Studie im Schnitt viermal sicherer unterwegs, wenn sie nicht allein im Auto sitzen. Passiert auf dem Weg zur Arbeit aber doch einmal ein Unfall, besteht für Fahrgemeinschaften kein Grund zur Sorge. Alle wichtigsten Infos zur derzeitigen Rechtslage haben wir für euch zusammengefasst.

Wie sind die Mitfahrer versichert?

Alle Mitfahrer sind zum einen über die Kfz-Versicherung des Fahrers versichert: Diese kommt bei einem Verkehrsunfall grundsätzlich für Sach- und Personenschäden der Beifahrer auf. Außerdem kommt auf dem Weg zur Arbeit noch der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft hinzu. Denn ein Unfall, der sich dort ereignet, gilt als Wegeunfall gemäß § 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII, und der ist einem normalen Arbeitsunfall gleichgestellt. In so einem Fall übernimmt die Unfallversicherung Zahlungen für medizinische Behandlung und Entschädigung. Eine spezielle Insassenversicherung braucht man also in der Regel nicht.

Versichert sind Personenschäden bis zu 7,5 Millionen Euro pro Fahrzeug bzw. 2,5 Millionen Euro pro Person. In fast allen Fällen reicht das aus, nur in sehr seltenen Fällen wird die Grenze erreicht. Wer ganz sicher gehen möchte, kann bei seiner Versicherung eine Aufhebung der Deckungsgrenze beantragen.

Wenn ein anderes Auto den Unfall verursacht, ändert sich für Mitfahrer nicht viel: Die Versicherungen des Unfallverursachers und des Fahrers kommen für die Zahlungen in diesem Fall gemeinsam auf.

Ausnahme ist höhere Gewalt: Wenn man die Unfallursache gar nicht vorhersehen konnte, beispielsweise wenn der Fahrer aufgrund eines Herzinfarkts die Kontrolle über das Fahrzeug verliert, gibt es keinen Anspruch auf Schadenersatz.

Sind auch Wertgegenstände versichert?

Alle Dinge, die man als Beifahrer direkt am Körper trägt – also beispielsweise Smartphone, Uhr oder Brille – sind automatisch mitversichert. Hat man allerdings Wertgegenstände in der Aktentasche, die beim Unfall zu Bruch gehen, zahlt die Versicherung des Fahrers nicht. Wer möchte, kann als Fahrer eine Haftungsbeschränkungserklärung zur Fahrt mitbringen und von den Mitfahrern unterschreiben lassen. Dann haftet man als Fahrer nicht privat für kaputtes Reisegepäck.

Was muss ich sonst beachten?

Damit die Unfallversicherung zahlt, ist wichtig, dass die Fahrgemeinschaft sich auf dem direkten Weg zur Arbeit befindet. Kleinere Umwege beim Abholen oder Absetzen der Beifahrer sind aber rechtlich in Ordnung. Mit TwoGo findet man den schnellsten Weg übrigens ganz leicht: Die App ermittelt ihn für euch automatisch.

Der Versicherungsschutz gilt außerdem nur dann, wenn die Fahrt nicht gewerblich ist. Das heißt, der Fahrer bekommt von den Mitfahrern höchstens einen Unkostenbeitrag, der die geschätzten Kosten der Fahrt nicht übersteigt. Hilfe bei der Berechnung bekommt man dabei ebenfalls von TwoGo: Die App zeigt Fahrer und Mitfahrer bei jeder vermittelten Fahrt den „Fairen Anteil an den Fahrtkosten“ an. Der orientiert sich an den Betriebskosten eines durchschnittlichen PKWs und wird bei mehreren Mitfahrern unter diesen aufgeteilt. Wer sich daran hält, ist auch auf dem Weg zur Arbeit bestens versichert.

Quellen:
wwww.adac.de
www.gesetze-im-internet.de
www.bgw-online.de
www.das.de/de/rechtsportal

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Bildquelle: flickr.com © Jasz Paulino

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