Stau-Rekordjahr 2014: Die Lösung liegt erstaunlich nahe

Freie Fahrt für Pendler: Mit Fahrgemeinschaften Staus aktiv entgegenwirken

So viel Stau wie heute gab es noch nie: 475 000 Staus gab es nach Angaben des ADAC allein im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen. In der Summe 285 000 Stunden, umgerechnet über 32 Jahre, verbrachten Autofahrer währenddessen im Stillstand. Das ist absoluter Rekord. Gegen den Andrang auf den Straßen planen manche Städte deswegen langfristig einen Ausbau der Infrastruktur. Eine schnelle Lösung gibt es dabei schon heute. Mit Fahrgemeinschaften könnte man dem Stau bereits morgen davonfahren.

38 Stunden im Jahr verbringt ein typischer deutscher Autofahrer im Stau. Ein Großteil der kostbaren Zeit bleibt dabei auf dem Weg zur Arbeit liegen. Der Grund: Zwei Drittel der Berufstätigen fährt mit dem eigenen Auto zum Arbeitsplatz, und das meist allein. Nur 1,1 Berufspendler sitzen durchschnittlich in einem Fahrzeug, so die Ergebnisse einer Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Außerdem nimmt die Zahl der Pendler stetig zu. Vor 60 Jahren pendelten nur 25 Prozent der Berufstätigen über die Gemeindegrenzen hinweg zur Arbeit, heute sind es 60 Prozent: in Deutschland also 17 Millionen Menschen. Allein zwischen 2004 und 2012 ist die Zahl der Pendler um 11 Prozent gestiegen. Kein Wunder also, dass die Infrastruktur hinterherhinkt.

2 Pendler pro Auto: Stau weg

Einige Großstädte wie Stuttgart planen zwar Verbesserungen der Verkehrssituation, etwa durch zusätzliche Radwege oder den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Doch solche weitreichenden Veränderungen sind aufwendig und brauchen teilweise Jahrzehnte bis zur Umsetzung.

Dabei kann jeder selbst aktiv etwas tun, um Staus schon heute entgegenzuwirken. Und das funktioniert ganz einfach – mit Fahrgemeinschaften. Denn schon wenn 2 statt der bisherigen 1,1 Pendler in Zukunft in einem Fahrzeug zur Arbeit fahren, wären Staus Vergangenheit, das bestätigen Experten.

Schon 2010 entstand TwoGo aus einer ganz ähnlichen Idee. Jens und David, die Erfinder, wollten Kollegen mit ähnlichem Arbeitsweg über Abteilungsgrenzen hinweg zusammenbringen. Ihr Ziel: Statt morgens allein im Parkhaus-Stau zu stehen, sollten mehr ihrer Kollegen die Möglichkeit bekommen, schneller unterwegs zu sein – nämlich zu zweit. So fand übrigens auch das „Two“ seinen Weg in den Namen TwoGo.

Weniger Stau macht glücklich und spart Geld

Davon profitiert auch die Gesundheit. Denn je weniger Zeit wir auf dem Weg zur Arbeit liegen lassen, desto entspannter und zufriedener sind wir im Schnitt.

Auch im Geldbeutel bleibt mehr übrig. 7,5 Milliarden Euro Mehrkosten entstehen jedes Jahr allein in den 22 größten deutschen Städten durch zusätzliche Spritkosten, die im Stau verlorene Arbeitszeit und indirekte Kosten – das sind Staukosten, die durch verspätete LKW-Transporte entstehen und von Firmen zum Beispiel über höhere Lebensmittelpreise an Kunden weitergeben werden. Pro Haushalt sind das jährlich immerhin 509 Euro.

Flexibel zur Arbeit mit TwoGo

Staufreie Straßen haben also viele Vorteile. Warum hängen so viele Pendler dann nach wie vor am eigenen Auto? Flexibilität, sagen Forscher. Für den Fall, dass es im Büro 10 Minuten später wird oder ein spätes Meeting ansteht, wünschen sich viele die Möglichkeit, geplante Fahrten auch mal kurzfristig zu ändern.

TwoGo macht es seinen Nutzern deswegen in diesem Punkt einfach. Mitfahrer, die ihre Fahrten lieber spontan planen oder nur gelegentlich gemeinsam zur Arbeit fahren möchten, können sich einzelne Fahrten ganz nach Bedarf vermitteln lassen, zum Beispiel am Abend vorher.

Wer dagegen gern im Voraus plant, kann sich Serienfahrten für bestimmte Wochentage vermitteln lassen. Auch in diesem Fall sind Planänderungen natürlich möglich. Steht dienstags zum Beispiel ein Außentermin an, kann man sich mit seinen Mitfahrern einfach im Voraus kurz absprechen, telefonisch oder direkt über die App. Dann spricht nichts dagegen, auf das eigene Auto zurückzugreifen oder nach einer alternativen Mitfahrgelegenheit zu suchen.

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Bildquelle: flickr.com © Tekke

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