Feinstaubalarm in Stuttgart

oder Warum es höchste Zeit ist, umzudenken

Stuttgart, 20. November 2016: Zum wiederholten Mal in diesem Kalenderjahr muss die Baden-Württembergische Hauptstadt den Feinstaubalarm ausrufen. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die kommenden Tage Wetterverhältnisse voraus, die einen Anstieg der Feinstaubwerte in Stuttgart begünstigen. Komfortkamine sollen ausbleiben; auf das Autofahren soll verzichtet werden. Seit Oktober 2016 gelten noch strengere Richtwerte als noch im Frühjahr. Die Stadt muss handeln.

Was steckt hinter dem Feinstaubalarm?

Stuttgarts besondere geografische Lage im Talkessel macht die Stadt anfällig für Beeinträchtigungen im Austauschvermögen der Luft. Fehlender Regen oder eine ungünstige Windsituation können verhindern, dass die verschmutzte Luft aufsteigt bzw. von den Schmutzpartikeln gereinigt wird. Die Schadstoffe bleiben damit in Bodennähe und werden von den Bewohnern vermehrt eingeatmet. Das kann zu erheblichen Gesundheitsschäden führen, vor allem im Bereich der Atemwege, und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Deshalb gibt es eine Verordnung der EU, nach der bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden dürfen. Deutschland und gerade Stuttgart haben diese Grenzwerte bisher mehrfach überschritten. Um Strafen zu entgehen und die Werte zu senken, ruft die Stadt daher nun basierend auf Daten des Deutschen Wetterdienstes an besonders gefährdeten Tagen den Feinstaubalarm aus.

Welche Maßnahmen werden getroffen?

Bisher spricht die Stadt Empfehlungen aus, unter anderem, dass Kamine, die nicht zum Heizen benötigt werden, in dieser Zeit nicht verwendet werden sollten. Vor allem jedoch soll der Verkehr in der Stadt reduziert werden und Autofahrer auf den Öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Dazu gibt es vergünstigte Tarife für den Stuttgarter Verkehrsverbund oder für mietbare E-Autos. Ansässige Unternehmen wie etwa Porsche haben Regelungen eingeführt, nach denen die Belegschaft während des Alarms beispielsweise ihren Dienstausweis als Fahrkarte im Nahverkehr nutzen kann. Nach Berichten der ansässigen Medien werden die Angebote, vor allem was den Öffentlichen Nahverkehr betrifft, bisher jedoch kaum genutzt. Als Folge könnten ab dem Jahr 2018 Fahrverbote und strengere Einschränkungen gelten.

Es ist Zeit, umzudenken

Diese Maßnahmen gelten jedoch hauptsächlich in den Tagen mit akuter Belastung. Wird der Alarm wieder aufgehoben, gelten die normalen Preise. Ein Anreiz, sein Fahrverhalten dauerhaft zu reduzieren, wird damit nicht geboten. Die Stuttgarter Unternehmen und das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur haben aber den Bedarf für eine intelligente, umweltfreundliche Mobilität gesehen und fördern die Verwendung von Mitfahrportalen wie TwoGo. Damit kann nicht nur das Verkehrsaufkommen gesenkt werden; die benötigte Fläche und die Kosten für Parkraum würden ebenfalls geringer. Auch die Bewohner können dadurch profitieren: wer nicht ganz auf ein Auto verzichten möchte, kann mit Fahrgemeinschaften Kosten sparen. Und wenn sich die Fahrer abwechseln, sinkt auch der Stress auf dem Weg zur Arbeit – gerade, wenn man sich mit netten Mitfahrern unterhalten kann.

Was ist zu tun?

Es liegt an jedem Einzelnen, sein Fahrverhalten zu ändern. Wenn der Feinstaubalarm aber eines gezeigt hat, dann, dass es schwer ist, alte Gewohnheiten zu durchbrechen. Der Mensch und das Auto – es fällt schwer, darauf zu verzichten. Es fällt schwer, nachhaltig zu denken und zu handeln. Vor allem, wenn es der Nachbar nicht tut. Wenn sich nichts ändert, kommen die Verbote. Vielleicht sollte man, statt in das Negative zu investieren, Belohnungen für diejenigen schaffen, die Vorbilder sind. Also nicht nur die Kosten für jene senken, die nur während der Alarmperiode auf andere Alternativen umsteigen, sondern sich vor allem bei den Bürgern bedanken, die dauerhaft den ÖPNV nutzen oder Fahrgemeinschaften bilden.

Anreize schaffen – mit Incentivierungsmaßnahmen von TwoGo

Unsere TwoGo-Unternehmenskunden gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Und um sie dabei zu unterstützen und die Mitmachquote zu steigern, bietet TwoGo besondere Möglichkeiten wie das Lotterie-Tool und die Bestenliste, um den Spaß an Fahrgemeinschaften zu steigern und die Mitfahr-Helden im Unternehmen zu belohnen. Der bisher stärkste Anreiz: bevorzugte Parkplätze, deren Nutzung über eine bestimmte Reportfunktion von TwoGo zugelassen wird. Es lohnt sich, in ein gut funktionierendes Mitfahrportal zu investieren – denn der nächste Feinstaubalarm kommt bestimmt.

 

Ein informatives Video und aktuelle Meldungen zum Feinstaubalarm gibt es hier und auf stuttgart.de/feinstaubalarm

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